Freitag, 17. Februar 2017

Juhu!

Die ersten zwei Wochen mit mehr Arbeitsstunden sind vergangen und so langsam bekommen wir einen Rythmus. Alle müssen mehr mit anpacken, was auch gut klappt. Und ich habe mal als erstes einen Fensterputzer engagiert, denn ich weiß wirklich nicht, wann ich das noch schaffen soll.

Hier bleibt jetzt öfter mal was liegen. Die Wäsche oder die Krümel, aber ich schaue großzügig darüber hinweg. Das ist übrigens etwas, das ich in der Therapie gelernt habe. Einfach mal Fünf gerade sein lassen. Nicht perfekt sein. Ich bin gut so wie ich bin. Ich muss nicht die Beste sein.

Heute passieren Dinge, die früher unmöglich gewesen wären. Maggi Tüten zum Beispiel. Wenn's schnell gehen muss. Oder ich keine Lust habe zu kochen. Neulich gab's Rittersuppe. Als Abendessen. Wäre vor meiner PPD nie passiert. Außerdem putze ich nur noch einmal am Tag das Waschbecken. Ja, das habe ich früher öfter gemacht. So fünf bis zehnmal am Tag. Geht's noch?!

Im Gegensatz zu früher haben sich auch meine Ansprüche an die Butterbrotdosen der Kinder sehr verändert. Bei uns gibt's ne Stulle. Fertig aus. Nix wird schön ausgestochen oder Gemüse geschnitzt. Meine Kinder interessiert es nicht. Die sind wie ich und futtern einfach drauflos. Manchmal, wenn ich gut drauf bin, packe ich noch ein paar Gummibärchen ein. Gemüse und Obst gibt es frisch in der Kita.

Das gleiche gilt für meinen Blog. Mir sind die Zahl der Besuche und Kommentare mittlerweile egal. Ich schreibe so wie und wer ich bin. In erster Linie für mich. Und dann für euch, und natürlich freue ich mich über Likes und Kommentare. Aber es ist nicht mehr so wichtig.

Und soll ich euch was sagen? Das alles ist eine Riesenerleichterung! Es nimmt unheimlich viel Druck raus. Aus dem Alltag und aus meinen Ansprüchen an mich selbst. Es tut gut, sich nicht mehr ständig zu vergleichen und mehr man selbst zu sein. Glücklicher und mit der Welt im Reinen.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende!

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