Freitag, 8. November 2013

Daheim

So weit, so gut. Bis hierher klappt's. Daumen drücken!

Bild von weheartit.com

Dienstag, 22. Oktober 2013

Ehrenrunde

Der LauseEngel dreht mal wieder eine Ehrenrunde in der Klinik. Ja, uns nervt's auch. Mich besonders. Es ist wirklich unglaublich wie viel Ausdauer und Geduld man bei dieser Erkrankung aufbringen muss. Abgesehen davon habe ich auch mal so richtig in die Sch**** gegriffen und mir eine ordentlich schwere Erkrankung zugezogen. 2-3 Jahre prophezeien die Ärzte. Prost Mahlzeit.

Wir kämpfen tapfer weiter, mit dem festen Versprechen, dass alles wieder gut wird. Der nächste Schritt wird sein, wieder tagesklinisch Fuß zu fassen. Ich hoffe auf die nächste Woche. Daumen drücken, dass die Ärzte da mitspielen.

Außerdem bin ich jetzt Chefsache und der Oberarzt hat meinen "Fall" übernommen. Immerhin. Man freut sich ja über die skurrilsten Dinge.

Bild von hier

In diesem Sinne ... liebste Grüße, Sanna

Montag, 9. September 2013

Ganz normaler Wahnsinn

07.30 Uhr: Aufstehen & Duschen
08.00 Uhr: Schminken
08.10 Uhr: Das LauseBaby anziehen
08.25 Uhr: Frühstücken.
08.45 Uhr: Das LauseBaby zur Tagesmutter bringen.
09.00 Uhr: Das Schlagzeug für den LauseJungen bei der Musikschule abholen. Uff, schwer!
09.15 Uhr: Zu H&M, denn der LauseJunge braucht Jeans.
10.30 Uhr: Bepackt zurück zum Auto.
11.00 Uhr: Zum Netto Lebensmittel kaufen.
11.30 Uhr: Kofferraum ausräumen. Schlagzeug, Lebensmittel, Klamotten. Ich erinnere mich wieder, warum man mit zwei Kindern einen Minivan braucht.
11.45 Uhr: Reste vom Vortag zum Mittag essen.
12.00 Uhr: Bloggen, Bloggerrunde drehen und dann ab auf die Couch bevor die Kinder wieder einfallen.
Bld von hier
Ganz normales Mutterdasein. Wunderbar. Schönen Montag!

Freitag, 6. September 2013

1 Jahr

Unser LauseBaby wird heute 1 Jahr alt! 


Happy Birthday, Linus. Wir lieben dich wie verrückt!

Das war ein schwieriges Jahr für unsere kleine Familie, aber ich denke, den schwierigsten Teil des Weges haben wir hinter uns gelassen. Wir gehen weiter mutig voran und freuen uns heute über das wunderbare Wetter und die Geburtstagsfeier im Garten. 

Macht es euch sonnig! Liebste Grüße, Sanna

Dienstag, 20. August 2013

Themenwechsel

Immer wieder bekomme ich Kommentare und Mails, in denen ich höre, wie toll es ist, dass ich offen über meine Erkrankung spreche. Ich mache das, weil es nichts ist, wofür ich mich schämen müsste.

Viel zu wenige wissen, dass in Deutschland jedes Jahr über 100 000 Frauen im Wochenbett psychisch erkranken. Umso erstaunlicher, dass es so wenige Therapieplätze gibt, die auf diese speziellen Erkrankungen ausgerichtet sind.

Ich hatte großes Glück einen dieser Plätze zu bekommen. Nach einem langen Leidensweg und einem ungewöhnlich langen Verlauf der akuten Erkrankung konnte mir dort endlich, endlich richtig geholfen werden.

Und gerade weil ich so lange akut krank war, möchte ich dieses Thema in meinem Blog schließen und mich wieder den schönen Seiten des Lebens widmen. Nicht ohne vorher darauf hinzuweisen, dass die Finanzierung dieser speziellen Therapieplätze ein großes Problem darstellt.

Oft werden nur Regeltagessätze für die Mütter von den Kassen übernommen und die Kinder aus Spenden finanziert. Ich weiß, dass ich es ohne einen Therapieplatz mit meinem Kind nicht so weit geschafft hätte und bitte daher um Mithilfe.

Die LWL Klinik in Herten finanziert ihre Mutter-Kind-Einheit unter anderem über den Förderverein Bei aller Liebe. Folgt dem Link, da gibt's die nötigen Informationen. Außerdem gibt es den Verein Schatten und Licht, eine Selbsthilfeinitiative zu seelischen Erkrankungen rund um die Geburt. Auch hier führt euch der Link weiter.

Beides war mir auf dem Weg zur Gesundung eine große Hilfe und Stütze. Wenn ihr mal einen Taler übrig habt, würde ich mich freuen, wenn er dorthin wandert. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass jeder Cent dort gut angelegt wird.

Und um gleich mal mit gutem Beispiel voran zu gehen spende ich 2 Euro pro Kommentar auf diesen Post an Bei aller Liebe.

Das LauseBaby und ich, wir werden in der nächsten Woche entlassen. Noch nicht gesund, aber wesentlich stabiler werden wir mit viel Unterstützung in den Alltag starten. Es ist ein langer Weg, aber wir gehen mutig voran.

Hier ist aber erstmal Schluss damit. Ab sofort gibt's wieder den täglichen Wahnsinn. Kinder, Kochen, Handarbeiten. Ihr seid herzlich eingeladen.

Liebste Grüße, Sanna

Freitag, 16. August 2013

Dankbar...

  • für das LauseBaby, das zwar die letzten Tage an meinem Rockzipfel hängt, aber trotzdem das süßeste Baby der Welt ist.
  • für den LauseJungen, der rotzfrech ist und die beklopptesten Fragen stellt, aber immer mein Augensternchen bleiben wird.
  • für den Platz in der Mutter-Kind-Einheit der LWL Klinik Herten. Man hat mir dort das Leben gerettet. Im wörtlichsten Sinne.
  • für jedes offene Ohr, jeden guten Wunsch und jedes Gebet. 
  • für den blauen Himmel, das Kinderlachen, die Musik und den Sonnenschein.
  • für den Sommerschlussverkauf.
  • für das Fühlen und Lachen, das Weinen und Atmen.
  • für alle Omas und Opas und Tanten und Onkel, die meine Kinder lieb hatten, als ich es nicht konnte.
  • für die vielen wunderbaren Weggefährten. Manche nur kurz, andere Freunde für immer.
  • für den LauseMann. Für alles und mehr. Du bist wunderbar und mein Held und hast mich nie aufgegeben, auch wenn ich es schon längst getan hatte. Ich lass dich nie mehr gehen. Auf uns und unsere Zukunft, die ich endlich, endlich wieder sehen kann. Ich liebe dich.
  • für das Leben. 
Bild von hier

Mittwoch, 31. Juli 2013

Langsamer Abschied


 Langsam, sehr langsam, nehmen wir Abschied von der Mutter-Knd-Station in Herten und kehren zurück in unser Zuhause. Im Moment sind wir viel zu Hause zur Belastungserprobung und werden bald endgültig unsere stationären Betten räumen.

Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir ambulant noch lange an die MuKi angeschlossen bleiben.

Bis hierher war es ein langer Weg. Und es geht noch weiter. Neue Dinge stehen an, die uns als Familie helfen sollen, wieder zusammen zu wachsen. Wir freuen uns darauf und sind gleichzeitig nervös, ob das denn auch alles so klappt.

Nur die Erfahrung wird's zeigen. Deshalb nehmen wir gerne weiterhin jedes Gebet, jeden guten Wunsch und An-uns-denken gerne an.

Der Aufenthalt in Herten war ist für ein Sechser im Lotto. Nur wertvoller. Vielen Dank, dass ihr mit uns diesen Weg gemeinsam geht.

Liebste Grüße, Sanna

Samstag, 20. Juli 2013

Zwischenstand

Hallo, ihr Lieben!

LauseEngel und LauseBaby sind noch immer stationär in der LWL Klinik in Herten, um auf den Alltag vorbereitet zu werden. Viel hat sich getan.

Ich werde endlich, endlich auf die richtigen Medikamente eingestellt, damit sich eine bleibende Besserung einstellt. Leider ist das eine frickelige Feinjustierung, so dass es ein bisschen dauert. Aber es scheint, als seien wir jetzt langsam auf dem richtigen Weg.

Die Beziehung zwischen dem LauseBaby und mir hat sich normalisiert. Auch emotional. Gott sei Dank. Das war ein hartes Stück Arbeit, aber bis hierher hat sich der Weg nach Herten mehr als bezahlt gemacht.

Wir werden wohl noch einige Wochen bleben, aber dann zuversichtlich und wesentlich gesünder in den Alltag starten.

Bis dahin wünschen wir euch einen schönen Sommer!

Liebste Grüße, Sanna (und LauseBaby Linus)

Mittwoch, 19. Juni 2013

Lebenszeichen

Hallo, ihr Lieben!

Ein kurzes Lebenszeichen von uns. Das LauseBaby und ich wir sind gut in der Klinik angekommen und fühlen uns gut und kompetent behandelt. Endlich stellt sich auch das ein, was man für so eine Erkrankung dringend braucht: Zuversicht.

Ich hätte diesen Schritt schon vor Monaten machen sollen, dann hätte ich mir viel Leid und meiner Familie viele Sorgen erspart. Wir haken das jetzt ab und freuen uns, dass wir dort sind.

In diesem Sinne wünschen wir euch ein schönes Wochenende!

Liebste Grüße, Sanna

Freitag, 7. Juni 2013

Packliste

Für einen Klinikaufenthalt mit Kind muss man viel packen. Ich will gar nicht erst damit anfangen, was auf der klinikeigenen Liste fürs LauseBaby steht. Der LauseEngel braucht jedenfalls das hier:
  •  iPod und bis Montag noch das neue Album von Tim Bendzko (siehe Post weiter unten).
  •  Das neue Smartphone. (Lieber DHL-Mann, lass knacken. Der LauseMann muss das Ding ja auch noch einrichten!)
  • Kindle + jede Menge Bücher.
  • Süßkram (Seelennahrung, ihr wisst schon).
  • Sonnencreme (es gibt nämlich eine Terasse auf der Station. Sehr schön!)
  • Sportsachen und Yogahose.
  • Klamotten.
  • Nagellack in Sommerfarben. Das schreiben wir lieber nicht, das klingt zu positiv. Hinterher nehmen die mich nicht auf.
  •  Positive Energie. Chakren oder sowas. Schickt alles rüber, ich pack's ein.
Bild von hier
Ich schicke die liebsten Grüße bis zum Wiedersehen und hoffe, dass es dann in 2-3 Monaten schon wieder ganz anders aussieht. Fühlt euch gedrückt und die LauseFamilie freut sich über jeden guten Gedanken, jedes liebe Wort und Gebet, das ihr für uns übrig habt.

Bis dahin, Sanna

Dienstag, 4. Juni 2013

Update

Die guten Tage werden mehr. Leider gibt es auch immer noch genug schlechte. Deshalb warten LauseEngel und LauseBaby auf einen Platz hier:


Mutter-Kind-Einheit in der LWL Klinik Herten. Dort finden der mittlerweile ganz schön große Zwerg und ich hoffentlich wieder zueinander. Außerdem sollen die Medikamente umgestellt werden, so dass es dann auch mal langfristig gut geht. Schön wär's.

Allerdings haben wir in den letzten Wochen ganz schön viel geschafft und sind froh, dass es so ist. Und falls ihr euch fragt, warum ich ständig meine MacBook Kamera benutze, um Fotos zu machen... meine kleine Digitalkamera braucht eine neue Speicherkarte. Und wir finden das Ladekabel nicht. So einfach ist das.

Liebste Grüße, Sanna

Uups, kaum geschrieben, kam der Anruf. Am Montag geht's los!!

Donnerstag, 23. Mai 2013

Lesefutter

Die neue Stadtlust ist da! Und macht direkt was her, nachdem die erste Ausgabe noch recht textarm daher kam, hat sich hier schon einiges getan. Wunderbar! Leider passt der Titel so gar nicht zum Wetter (Schnee?? Ehrlich?), aber er macht schon mal Lust auf den Sommer. Der ja wohl irgendwann kommen wird. Wer eine Leseprobe mag, folgt dem Link.

Ansonsten freut sich der LauseEngel, dass der LauseMann Urlaub hat und wir uns ein paar schöne Tage machen können. Hoffentlich spielt auch das Wetter bald mit. Der Garten sieht noch aus wie Kraut und Rüben. Ersatzweise gehen wir eben shoppen.


Wie gefällt euch die neue Brille vom LauseEngel? Hop oder Top? Jetzt ist auch das Auto fahren nicht mehr ganz so gefährlich... ;o)

Samstag, 18. Mai 2013

Was lange währt...

Lange darauf gewartet und jetzt zumindest schon mal mit der neuen Single ein bisschen den Durst gestillt...



Man muss ihn einfach lieben, oder?!

Hier im Hause LauseEngel geht es laaaaaaaangsam bergauf. Und dann mal wieder bergab. Das lange Wochenende versuchen LauseEngel und LauseJunge im Alleingang zu stemmen. Das Familienoberhaupt (nein, das wäre ja ich) Der LauseMann ist geschäftlich unterwegs. Das LauseBaby ausgelagert und wird total verwöhnt.

Den ersten Tag haben wir fast geschafft. Wow! Ich weiß nicht, wie ihr da seht, aber einen Tag alleine mit Kind zu verbringen ist für mich wie ein Weltwunder. Ich reiße dann mal virtuell wie Rocky die Fäuste in die Luft. Woohoo!

Schönes Pfingstwochenende euch allen!

Freitag, 3. Mai 2013

Na super...

Gute Nachrichten! Meine Depression ist definitv auf dem Rückmarsch. Es geht viel besser. Die Tagesklinik geht bald zuende und es macht sich Unruhe in mir breit. Nervosität. Schaffe ich das? Was, wenn es wieder schlechter geht? Übelkeit, Gedankenrasen, das ganze Programm.

Angststörung. Na, super. Kaum ist man das eine los, findet sich was neues. Ihr dürft weiterhin gute Wünsche schicken. Und jede Mange Mut und Kraft und Ausdauer.

Ich sag's mal mit Gaby Köster: Ein Schnupfen hätte auch gereicht.

In diesem Sinne ... schönes Wochenende!

Sonntag, 14. April 2013

Deutsch?!

Endlich Sonnenschein. Auf der Gemeinschaftswiese hinter unseren Häusern wurde die Fußballsaison eröffnet. Man hört's.

"Ey Olli, lass Fußball! Luke, willse mit?"

Alles klar. Jugendsprache lässt grüßen. Und dann kommt noch Ruhrpott-Dialekt oben drauf. Mehr geht nicht. Und schlimmer auch nicht.

In diesem Sinne ... lass sonnen!

Samstag, 13. April 2013

Der Weg nach vorn

Neulich beim Telefongespräch mit einer lieben Freundin. Lange nicht gehört und länger gequatscht.

Sie: Und, wie läuft's in der Schule beim LauseJungen?
Ich: Äh, ich glaube gut. Ich krieg da nicht so viel mit.
Sie: Hä, wieso?
Ich: Naja, ich bin oft so damit beschäftigt den Tag irgendwie zu überleben, dass ich dafür keinen Kopf habe. Der LauseMann kümmert sich.
Sie: fragendes Schweigen
Ich: Das gleiche im Supermarkt. Ich gehe da alleine einkaufen, aber manchmal stehe ich vorm Regal und finde mich kaum zurecht. Totale Überforderung.
Sie: Ach, du Kacke.

Yep. Schulsachen, Supermarkt, Reifenwechsel. Alles Dinge, die man einfach so im Vorbeigehen erledigt. Und dann erkrankt man. Und nichts geht mehr. Und immer denkt man: Aber das konnte ich doch mal!

Man darf nicht mit vorher vergleichen. Sondern ab dem Zeitpunkt der Erkrankung. Ich konnte nichts. Wörtlich. Nichts! Gerade mal dafür sorgen, dass ich geduscht und angezogen war.

Und jetzt: Ich fahre Auto. Ich gehe einkaufen. Ich bleibe mal ein Stündchen alleine mit den Kindern. Ich besorge Geschenke für Kindergeburtstage.  Ich plane und koche Mahlzeiten. Ich freue mich, wenn die Sonne scheint. Ich lache über einen lustigen Film. Ich kaufe rosafarbene Servietten bei Ikea. IKEA!!

Unglaublich viel ist passiert. Man darf sich nicht mir früher vergleichen. Ich werde immer Dinge finden, die nicht so sind wie früher. Der Blick sollte nach vorne gehen. Geht er auch. Immer öfter.

Liebste Grüße.

Sonntag, 7. April 2013

Lesenswert: Stadtlust


Beim Zeitschriftenhändler bin ich doch neulich über ein neues Magazin gestolpert: Stadtlust.


Ja, ganz schön platt der Titel. Der Inhalt ist aber umso schöner. Schön fotografiert, inhaltlich bleibt es leider ein bisschen oberflächlich. Macht aber nix, wenn es darum geht sich den Nachmittag ein bisschen zu versüßen. Wer mehr Text wünscht, ist hier an der falschen Adresse. Wer ein bisschen schmökern möchte, und dabei den Latte Macchiato rührt, der hat genau das richtige in der Hand: Ein Magazin mit Tipps und Trends. Alle zwei Monate zum unschlagbaren Preis von 3,80 Euro. Mir gefällt's.

Mittwoch, 3. April 2013

Montag, 1. April 2013

Ganz normal

Dass der LauseEngel nicht mehr "ganz normal" ist (hihi) hat ja wohl jeder mitbekommen. So sieht dann auch ein 'normaler' Tag im Hause Lausefamilie aus.

4.45 Uhr Das LauseBaby schreit. Warum, keine Ahnung. Ich ziehe auf die Couch um. Babygeschrei ist Gift für meine Nerven. Der LauseMann hat das im Griff.

7.45 Uhr Ich mache die Augen auf. Es herrscht Stille. Die Sonne scheint. Ein kurzer Blick in meine Seele. Wie geht's heute? Heute geht's gut. Aber, was wenn nicht mehr??? Wenn's gleich schlechter geht? Oder morgen? Oder noch Monate auf und ab? Angst vor der Angst. Scheiße sowas. Aber (noch) täglicher Begleiter.

7.50 Uhr Der LauseJunge springt aus dem Hochbett. Rrrrrums! Geht zum Klo. Tapert ins Wohnzimmer. Fernsehen? Von mir aus...

9.30 Uhr Fernseher aus. Duschen. LauseMann und LauseBaby öffnen langsam die Augen. Anziehen. Frühstück machen.

10.30 Uhr Frühstücken. Tagesplanung.

11.00 Uhr Bügelwäsche. Zwei Körbe.

Jetzt Blogs absurfen. Selber bloggen. Hoffen, dass der Tag gut bleibt. Hoffen, dass der morgige Tag gut wird. Und der danach.

Gleich LauseFamilie einpacken. Nach Dortmund fahren und die Stadiontour mitmachen. Schätzungsweise Geld im Fanshop ausgeben. Versuchen, zu entspannen und einen schönen Tag mit der LauseFamilie zu verbringen.

Morgen Tagesklinik.

Sonntag, 31. März 2013

Frohe Ostern

Ihr Lieben,

die LauseFamilie wünscht euch ein schönes schneereiches Osterfest! Lasst es euch gut gehen...

Bild von hier

Freitag, 29. März 2013

Im Hier und Jetzt

Aller Anfang ist schwer. Ich war darauf vorbereitet, dass es zu Hause erstmal wieder schlechter gehen könnte. Ging es dann auch. Und jedes Mal wieder haut es mich um. Ich bin mittlerweile so weichgekocht, dass mich drei schlechte Tage schon total aus der Fassung bringen. Letzte Woche war ich eine Nacht zur Krisenintervention im Krankenhaus. Seit zwei Wochen besuche ich die Tagesklinik. Und endlich -endlich!- habe ich eine Therapeutin, die sich die Mühe macht, mal genauer hinzuschauen.

Wenn man unter einer Depression leidet, ist es wichtig im Hier und Jetzt zu sein. Manchmal kann ich nur eine Stunde im voraus denken und planen, denn was danach ist, weiß ich nicht.

Heute, im Hier und Jetzt geht es mir gut. Und deshalb gehe ich jetzt mal den LauseMann knuddeln, denn der weiß langsam auch nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Ihr solltet das auch tun. Geht, und knuddelt jemanden, den ihr lieb habt. Husch!

Samstag, 16. März 2013

Gute Nachrichten

Der LauseEngel darf am Montag nach Hause. Nach fünf Wochen Klinik. Ab Dienstag geht dann die Tagesklinik los, wo für viele weitere Wochen Therapien von 8-16 Uhr auf dem Plan stehen.

Diese Krankheit ist ein täglicher Kampf. Das macht müde und mürbe, aber ich habe das Versprechen, dass alles wieder gut wird. Außerdem habe ich jetzt schon so viele Betroffene kennengelernt, die mir Mut machen. 6-12 Monate braucht man zur Heilung. Eine lange Zeit.

Es sind jetzt fast 4 Monate vergangen seit ich behandelt werde. Bis auf fünf Wochen, die meiste Zeit davon stationär. Und erst langsam zeigen sich Erfolge. Dass man wieder lachen kann oder sich freut, weil die Sonne scheint.

Gott sei Dank, steht der Frühling vor der Tür. Es kann nur sonniger werden. Auch im Gemüt.

Bis dahin, liebste Grüße von Sanna

Samstag, 9. März 2013

Alles auf Anfang?!

Der LauseEngel ist zurück in der Klinik. Denn mit professioneller Hilfe geht es dann doch im Moment noch leichter. Und nein, nicht alles auf Anfang. Nur einen Schritt zurück und dann zwei wieder vor.

Gute Wünsche werden weiterhin gerne entgegen genommen. Am Ende wird alles gut.

Liebste Grüße, Sanna

Mittwoch, 6. Februar 2013

Bilderbuchfamilie

Auf meinem Weg zur Arbeit kam ich immer an einem alten, windschiefen Häuschen vorbei. Es liegt ländlich am Waldrand neben einer Pferdekoppel. Dort wohnen zwei alte Leutchen und an eine Hauswand wurde mit Sprühfarbe "Jesus liebt dich!" geschrieben.

Jeden Tag fuhr ich dort vorbei und wartete darauf, dass irgendwann mal ein Maklerschild "Zu Verkaufen" im Vorgarten stehen würde.

Ich hatte eine Vision. Das kleine Häuschen war darin frisch renoviert, auf den Fensterbänken blühten die Geranien, ich stand barfuß in der Küche und backte einen Kuchen, während die Kinder im Garten spielten und lachten.

Das Häuschen steht heute noch nicht zum Verkauf. Draußen liegt Schnee und es ist nasskalt. Die Kinder hängen am liebsten vor der Glotze. Ich auch, um ehrlich zu sein.

Meine Version von der Bilderbuchfamilie ist weit entfernt von der Realität. "Viel zu hohe Ansprüche" höre ich immer von den Psychologen.

Und deshalb begnügen wir uns heute einfach mal damit, dass alles normal ist. Alltag. Einen schönen Mittwoch euch allen.


Sonntag, 27. Januar 2013

Buchtipp: Ein Moment fürs Leben

Wenn man krank ist, bekommt man Geschenke. Es hat ja auch seine guten Seiten. Ich bekam 445 wunderbare Seiten geschenkt. Von einer entfernt angeheirateten Verwandten, die mir durch die Krankheit plötzlich sehr nahe steht. Jemand, der die Krankheit selbst erlebt hat und mir dadurch Mut macht, das schon alles wieder gut wird.

Ich möchte euch diese wunderbaren Seiten sehr ans Herz legen. Es ist Ein Moment fürs Leben von Cecelie Ahern.

Darum geht's: Lucy bekommt Post. Von ihrem eigenen Leben, das sich gern mit ihr treffen würde. Denn Lucy's Leben findet, dass es gerade nicht so rund läuft und würde das gerne ändern. Auch wenn Lucy das völlig anders sieht.

Wie immer bei Cecelia Ahern ist die Geschichte sehr speziell, leicht zu lesen und wunderbar. Ich möchte euch den letzten Abschnitt nicht vorenthalten, denn er ist für mich die pure Hoffnung. Und ihr könnt ruhig lesen, es ist kein Spoiler.

"Solange du auf dieser Welt bist, ist dein Leben auch da. Und genau wie wir unsere Partner und Partnerinnen, unsere Eltern, Kinder und Freunde mit Liebe und Zuwendung überschütten, müssen wir es auch mit unserem Leben tun, denn es gehört uns, jedem von uns. Du bist dieses Leben, es ist immer bei dir, um dich zu unterstützen, es spornt dich an, es jubelt dir zu, selbst wenn du denkst, du kannst nicht mehr. Eine Weile habe ich mein Leben aufgegeben, aber daraus habe ich gelernt, dass das Leben, selbst wenn so etwas passiert, ja, vor allem, wenn so etwas passiert, dich niemals aufgibt. Mein Leben hat mich nicht aufgegeben. Wir werden füreinander da sein bis zum letzten Augenblick, und dann werden wir uns ansehen und sagen: "Danke, dass du bis zum Schluss bei mir geblieben bist."

Amen. Lest das Buch.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Leben lernen

Vielen Dank für eure lieben Kommentare, E-Mails und SMS. Es geht langsam vorwärts. Es ist wie neu laufen lernen. Der LauseEngel lernt neu zu leben. Jeden Tag ein bisschen mehr.

Neulich war ich alleine einkaufen.
Und essen. Im Restaurant. (Nein, nicht alleine.)

Wahnsinn!

Wenn man bedenkt, dass ich es vor acht Wochen nicht geschafft habe dem LauseJungen in die Winterschuhe zu helfen ist das enorm.

Ich werde immer wieder gefragt, wie sich so eine Depression anfühlt, und ich kann es euch sagen. Es ist die Hölle auf Erden. Man wartet darauf, dass die Minuten verstreichen und denkt mit jedem Ticken des Sekundenzeigers, dass man es nicht einen Moment mehr aushält. Es ist ein Schmerz, der alles in den Schatten stellt, was ihr bisher erlebt habt. Stellt euch vor, allen Menschen, die ihr liebt, passiert etwas ganz schreckliches und dann multipliziert ihr mit tausend. Und, tut weh? Das ist nur die light Version, von dem, was ich erlebt habe. Oder, wie ich der liebsten Schwägerin sagte: "Ich glaube, ich überlebe das nicht."

Und das alles nur, weil die Neurotransmitter durcheinander sind.

Ich habe überlebt. Ich kämpfe weiter, aber es lohnt sich. Jeden Tag ein bisschen mehr. Der LauseEngel wird schon wieder. Ein bisschen nachdenklicher. Ein bisschen fürsorglicher sich selbst gegenüber. Und mehr ich selbst.

Bis dahin dauert es noch. Aber das Ziel ist in Sicht.

Liebste Grüße, Sanna

Montag, 14. Januar 2013

Offen und ehrlich

Der LauseEngel hat die Farben verloren.

Oder, wie die Mediziner sagen: Postpartale Depression. Depressionen nach Schwangerschaft und Geburt. In meinem Fall klassifiziert als Major Depression, also schwere Depressionen im Wochenbett.

Es fing ca. 6 Wochen nach der Geburt von LauseBaby Linus mit Magen-Darm-Beschwerden an. Dann Kreislaufprobleme. Immer öfter. Dann kam das große Heulen. Weinen, weinen und kein Ende in Sicht. Der LauseEngel bat um Hilfe, der LauseMann reagierte sofort.

Zum Glück gab es direkt ein Bett auf der offenen Erwachsenenpsychiatrie im hiesigen Krankenhaus. Sechs Wochen stationäre Therapie liegen hinter mir. Einige Wochen Tagesklinik werden noch folgen. Außerdem begleitende Psychotherapie für die nächsten Monate oder Jahre. Und Medikamente, auch fürs nächste halbe Jahr. Mindestens. Gute Hilfe für Betroffene und Angehörige gibt's auch hier. Ich bin nicht alleine, denn ca. 10-20% aller Mütter leiden darunter. Unglaublich.

Die Farben kommen wieder. Noch nicht so strahlend und wunderschön, wie sie mal waren. Aber immerhin. Immer öfter schmeckt das Essen wieder. Staune ich über mein eigenes Lachen und freue mich über die kleinen Dinge im Leben. Ich warte auf den Tag, an dem ich abends erst merke, dass die Traurigkeit nicht da war. Der Tag kommt. Ganz bestimmt. Und sicher bald.

Bild von hier.

Bis dahin wünsche ich euch eine Welt voller Farben. Genießt es.