Dienstag, 27. September 2016

Ich bin raus!

Ich habe eine Entscheidung getroffen. Ich will mit meiner postpartalen Depression nichts mehr zu tun haben. Klar, sie gehört zu mir, zu meiner Biografie, das ist schon klar und das geht auch in Ordnung so. Die Erinnerung daran wird bleiben und ich werde hin und wieder mal daran denken. Okay.

Ich möchte mich aber nicht mehr aktiv damit beschäftigen. Ich möchte keine Bücher mehr darüber lesen und keine Zeitungsartikel mehr. Ich möchte hier nicht mehr darüber schreiben und auch in Online-Foren nicht mehr. Ich besuche keine Seminare mehr und stehe auch nicht mehr zur Verfügung um anderen Mut zu machen. Ich bin durch mit dem Thema. Klar teile ich meine Erfahrungen, wenn ich darauf angesprochen werde. Aber das muss dann auch reichen.

Ich habe mich von ganz alleine bereits einen großen Schritt von dem Thema entfernt. Das war nicht geplant, sondern ist einfach passiert. Das Leben ist zurück und hat mich die meiste Zeit im Griff, was ganz toll ist. Ich mache mir lieber Gedanken um die Brotdosen meiner Jungs, als um die jüngste Vergangenheit. Denn ich werde nicht mehr ändern, was passiert ist. Ich nehme es an und lasse es ziehen. Es ist vorbei.

Ich bin wieder ich. Voll und ganz. Und das ist so wunderbar, dass ich vor Glück platzen könnte.

Bye Bye, PPD! Und hallo, Leben!


Dienstag, 20. September 2016

Rezept: Pumpkin Spice Sirup

Jetzt, da es endlich Herbst ist, kann ich endlich meiner ungezügelten Leidenschaft für Kürbisse nachgehen. Kürbiswaffeln, Kürbissuppe, Kürbisbrot, Kürbiskuchen...Kürbis überall.


Um zwei meiner größten Leidenschaften zu verbinden, koche ich jedes Jahr Pumpkin Spice Sirup, den ich mir dann in den Kaffee schütte. So mache ich mir selbstgemachten Pumpkin Spice Latte. Ätsch, Starbucks!

So geht's:

2 Tassen Wasser (ich nehme einfach Kaffeebecher zum abmessen)
1 Tasse Zucker
1/2 Tasse brauner Zucker
eine große Handvoll gewürfelter Kürbis (Hokaido oder besser Butternut)
eine ordentliche Prise Kürbisgewürz (Herbaria)

Das alles wird schon aufgekocht bis der Kürbis weich ist. Danach gehe ich einmal mit dem Pürierstab durch und dann wird die Mischung gesiebt. Tada! Fertig! In Glasflaschen abgefüllt hält sich der Sirup über Wochen. Ich bewahre meinen im Kühlschrank auf. Wie viel ihr davon in den Kaffee gebt, kommt darauf an, wie süß ihr es mögt. Ich mag es eher mild also gebe ich nur einen kleinen Schwupp rein.

Macht's euch gemütlich! Liebste Grüße, Sanna

Montag, 19. September 2016

Vier

Mit vier Jahren

- lernt man Fahrrad fahren.
- geht man in den Schwimmkurs.
- ist man zu alt für das Mutter-und-Kind-Turnen.
- isst man Reis am liebsten ohne alles.
- trägt man Größe 116
- kann man Mamas Handy entsperren und alleine YouTube anmachen.
- kauft man bei Amazon Prime schon mal aus Versehen eine komplette Staffel Feuerwehrmann Sam.
- ist man alt genug für die Waldgruppe in der Kita.
- will man einen Polizeigeburtstag feiern.


- darf man bei der Familienstaffel der Leichtathletik-Vereinsmeisterschaft mitlaufen.
- will man unbedingt auch zum Leichtathletik-Training gehen (muss aber noch zwei Jahre warten).
- hat man schon seinen eigenen Kopf.
- macht man einen Entwicklungsschub, der die lieben Eltern an die Grenzen bringt.
- springt man vom Beckenrand.
- ist man einfach schon ganz schön groß geworden. Unglaublich.

Donnerstag, 1. September 2016

Ernst des Lebens

Ich kann es kaum glauben, aber mein "kleiner" LauseJunge wurde letzte Woche doch tatsächlich an der weiterführenden Schule eingeschult. Wie konnte das passieren? Er war doch gerade noch ein Kindergartenkind und plötzlich ist er GROß!

Ich glaube, ich habe mehr Probleme mit diesem Schritt als der LauseJunge selber. Schließlich muss ich nochmal ein bisschen los lassen. Und das fällt mir schwer.

Bisher war der LauseJunge bis 15 Uhr betreut. Wir haben uns allerdings entschieden, die Betreuung in der Realschule nicht wahrzunehmen, und so steht mein Großer pünktlich um halb zwei jeden Mittag auf der Matte. Eine Umstellung auch für mich.

Ich hoffe, dass wir mit der Schule die richtige Wahl getroffen haben. Nichts finde ich wichtiger als das Gefühl gern zur Schule zu gehen. Wenn man schon morgens mit Bauchweh aufwacht, kann das ja nicht richtig sein, oder? Noch ist alles spannend und aufregend. Ich muss den LauseJungen morgens nicht mal wecken und er zieht sich im Affenzahn um, um ja pünktlich in der Schule zu sein. Ich bin ja mal gespannt, wie lange das anhält. ;-)

Ansonsten genießen wir die letzten Sommertage. Mit Tagen am See und Grillabenden. Gestern sind mir die ersten gelben Blätter am Kastanienbaum aufgefallen. Und morgens ist es echt ziemlich frisch, wenn wir aus dem Haus gehen. Im Supermarkt liegen die ersten Kürbisse, die Pflaumen sind reif. Der Herbst naht mit Riesenschritten und macht mich ein bisschen wehmütig. Es war ein toller Sommer. Aufregend noch dazu.

Trotzdem freue ich mich auf das Leuchten der bunten Blätter. Auf das Kastanien sammeln und Halloween. (Der LauseBengel fragt jeden Tag wie oft er noch schlafen muss bis Halloween.) Ich mag den Herbst.

Lasst es euch gut gehen. Liebste Grüße, Sanna