Samstag, 13. April 2013

Der Weg nach vorn

Neulich beim Telefongespräch mit einer lieben Freundin. Lange nicht gehört und länger gequatscht.

Sie: Und, wie läuft's in der Schule beim LauseJungen?
Ich: Äh, ich glaube gut. Ich krieg da nicht so viel mit.
Sie: Hä, wieso?
Ich: Naja, ich bin oft so damit beschäftigt den Tag irgendwie zu überleben, dass ich dafür keinen Kopf habe. Der LauseMann kümmert sich.
Sie: fragendes Schweigen
Ich: Das gleiche im Supermarkt. Ich gehe da alleine einkaufen, aber manchmal stehe ich vorm Regal und finde mich kaum zurecht. Totale Überforderung.
Sie: Ach, du Kacke.

Yep. Schulsachen, Supermarkt, Reifenwechsel. Alles Dinge, die man einfach so im Vorbeigehen erledigt. Und dann erkrankt man. Und nichts geht mehr. Und immer denkt man: Aber das konnte ich doch mal!

Man darf nicht mit vorher vergleichen. Sondern ab dem Zeitpunkt der Erkrankung. Ich konnte nichts. Wörtlich. Nichts! Gerade mal dafür sorgen, dass ich geduscht und angezogen war.

Und jetzt: Ich fahre Auto. Ich gehe einkaufen. Ich bleibe mal ein Stündchen alleine mit den Kindern. Ich besorge Geschenke für Kindergeburtstage.  Ich plane und koche Mahlzeiten. Ich freue mich, wenn die Sonne scheint. Ich lache über einen lustigen Film. Ich kaufe rosafarbene Servietten bei Ikea. IKEA!!

Unglaublich viel ist passiert. Man darf sich nicht mir früher vergleichen. Ich werde immer Dinge finden, die nicht so sind wie früher. Der Blick sollte nach vorne gehen. Geht er auch. Immer öfter.

Liebste Grüße.

1 Kommentar:

  1. und das wichtigste hast du bereits geschrieben: du FREUST dich, wenn die Sonne scheinst - wenn du dich wieder freuen kannst, bist du unterwegs in die richtige Richtung!

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