Dienstag, 6. Juni 2017

Die Sprache verloren

Wie kann es sein, dass ich drei Monate nichts gepostet habe?? Das wäre früher undenkbar gewesen. Fast jeden zweiten Tag gab es Updates. Ich hatte immer was zu sagen.

Und jetzt? Drei Monate Funkstille. Nix.

Ich habe oft daran gedacht zu bloggen, wusste aber einfach nicht worüber. Woran liegt's?


Es fühlt sich an, als hätte ich die Sprache verloren. Es ist ja nicht so, dass nichts passiert. Im Gegenteil. Unsere Tage sind mit Erlebnissen und Alltäglichem gefüllt, nur irgendwie fehlt mir die Struktur das Ganze auch aufs (virtuelle) Papier zu bringen. Wo fange ich an? Was ist lesenswert und warum gelingt es mir nicht mehr so wie früher, das alles auch interessant und flott zu formulieren?

Ich bin schnell dabei, das alles mit meiner Erkrankung zu erklären. Ist ja auch naheliegend. Ich bin wieder da, aber eben doch anders. Mehr bei mir und lange nicht so unbeschwert, wie ich es einmal war. Das heißt nicht, dass es mir nicht gut geht. Es heißt nur, dass ich Dinge gesehen und gehört habe, die mich verändert haben. Ich bin nachdenklicher, besonnener, aber auch glücklicher.

Zum anderen liegt es ganz klar an der Weiterentwicklung der mobilen Medien. Smartphones. Apps. Früher war das Bloggen mein Kanal. Hier hab ich alles geteilt, was ich für lohnenswert hielt. Heute geschieht das viel schneller und unkomplizierter per Instagram. Vieles, was ich früher gebloggt habe, habe ich heute innerhalb weniger Sekunden mobil geteilt.

Ein bisschen vermisse ich die gute alte Zeit. Den Moment am Abend, als ich meine kleine Digitalkamera angeschlossen habe um zu reflektieren und zu sortieren was der Tag so gebracht hat. Die Bildbearbeitung über Photobucket, die soooooo kompliziert war.

Nichtsdestotrotz möchte ich das Bloggen nicht aufgeben. Es hat mir in den letzten elf Jahren so viel Freude gemacht, dass ich (noch) daran festhalten werde. Ich habe mir vorgenommen, damit anzufangen, dass ich erstmal die alten Kategorien wieder aufleben lasse. Zwölf von Zwölf, Freitagsfüller, den Sonntagssong. Ein kleines Notizbuch liegt bereit um erste Ideen und Gedanken aufzunehmen, die dann (vielleicht) weiter verarbeitet werden.

Wohin der Weg mich führt, weiß ich nicht. Es wird sich wohl einiges verändern, was ja aber nicht schlecht sein muss.

Seid gespannt. Ich bin es.

Liebste Grüße, Sanna

1 Kommentar:

  1. Hallo Sanna,
    ... und ich bin weiterhin dabei. Auch wenn ich nicht immer kommentiere!
    Ich freu mich auf deine Beiträge.
    Liebe Grüße, Iris (unser_wunderbares_leben)

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