Freitag, 20. Mai 2016

Warum ich blogge

Durch die Bloggerwelt wandert eine Diskussion, losgetreten von Mari. Warum bloggen wir eigentlich? Und was macht das mit uns?

Ich habe vor ziemlich genau zehn Jahren angefangen zu bloggen. Lange bevor das "in" war. Eigentlich war es gedacht um mit Freunden in der ganze Welt verbunden zu bleiben. Mein damaliger Blog wurde größer und beliebter, hat es aber nie geschafft so populär zu werden, dass es in Arbeit ausgeartet wäre. Ein Segen, wie ich heute finde.

Ich gebe zu, dass es Zeiten gab, da habe ich mich doch sehr über Likes und Kommentare identifiziert. Natürlich fühlt man sich gebauchpinselt, wenn anderen gefällt, was man macht. Dann irgendwann kamen auch Firmen auf mich zu und fragten, ob ich Interesse an Verlosungen hätte. Ich bekam sogar eine Buchanfrage. Gott sei Dank war ich zu diesem Zeitpunkt viel zu krank um das Angebot anzunehmen. Ich hätte es ansonsten wahrscheinlich gemacht.

Heute sehe ich vieles anders. Vieles ist meiner Erkrankung geschuldet. Auch das ist ein Segen, finde ich. Ich habe mich losgemacht von dem was die anderen über mein Bloggerdasein denken. Ich blogge hauptsächlich für mich. Als Tagebuch. Denn wenn es mir mal nicht so gut geht, dann kann ich lesen, wie gut es mir ging. Keine Ahnung, wie oft ich schon mein eigenes Rezept für Blaubeer-Limonade gegoogelt habe. ;o)


Klar, ich könnte auch einfach ganz altmodisch Tagebuch schreiben. Aber digital ist es so praktisch. Ich habe meinen Blog immer dabei (im Handy). Ich kann sofort und überall darauf zu greifen. Und ja, es stimmt, dass ich mich über jeden Leser freue.

Was ihr hier seht, das bin ich. Meine Bilder sind nicht bearbeitet. Ehrlich gesagt, mache ich alle Fotos mit meinem (nicht sehr teuren) Handy und vielleicht liegt ein Instagram-Filter darüber. Mehr aber dann auch nicht. Ich schreibe, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Meine Kinder tragen nicht ausschließlich Selbstgenähtes und erst recht kein T-shirt für 15 Euro. Die Kinderzimmer gehen meistens im Chaos unter, wir richten uns beim Schweden ein und es wird sicher keine Roomtour durch unser Zuhause geben. Denn da gibt's wirklich nix zu sehen.

Ich bin ich. Mama und Blogger. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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